Konzerne machen Ketten

Konzerne machen Ketten...

und das ist auch gut so, weil es teilweise die Versorgung sichert, und einige Menschen sehr reich gemacht hat. Wir finden dass die jetzt reich genug sind.
Wir glauben,
dass die Konzerne und die Investoren zum Umdenken in der Lage sind, und das auch tun müssen.
Wir wissen dass Investoren sehr viel Macht auf unsere Verwaltung ausüben und vielleicht auch auf unsere Politiker, das macht uns Angst und das macht viele wütend.
Und so machen Konzerne Städte, inzwischen gibt es einige Vorhaben in Münster, bei denen Investorfreundlich vorhabenbezogen Bebauungspläne verändert werden, die Stadtplanung wird irgendwann völlig überflüssig, wir brauchen nur noch Zahlungskräftige Investoren, an die uns unsere StädteplanerInnen verkaufen können oder nicht. 
Wir sind aber davon überzeugt,
dass es ein befriedigendes Gefühl sein kann Geld in sinnvolle Projekte zu investieren.

Wir haben viele gute Ideen, wo Investoren, ihr Geld sinnvoll anlegen können.

Lässt Münster sich komplett in Ketten legen? (Konzerne machen Ketten)
Ein Leserbrief, nicht mehr ganz neu aber immer noch aktuell

Was macht eigentlich den Lebenswert der Stadt Münster aus?
(Menschen machen Münster)

Wann begreifen wir, dass die großen Kaufleute unser Konsumverhalten zu steuern versuchen, um ihren Gewinn zu maximieren?

Es ist gerade mal drei Jahre her, dass ein große Kette versprach in Münster „Bio für alle“ anzubieten, auf riesigen teuren Plakatflächen wurde unsere Stadt zu einem Naturschutzgebiet erklärt.

Was daraus geworden ist, konnten die, die aufgepasst haben vor einem Jahr erleben: Kunden wurden samstags des Ladens verwiesen, wegen einer Betriebsversammlung, während der den Angestellten nahegelegt wurde, sich nach München zu bewerben oder zu gehen.
Schon am folgenden Sonntag waren die Schilder abmontiert.

Einige kleine Mitbewerber wurden vom Markt gedrängt, es gab einen charmanten kleinen Laden auf der Kanalstraße, das Ladenlokal bietet die Wirtschaftsförderung Münster jetzt auf ihren Seiten an.

Es gibt Mitbewerber, die schon lange bestehen und durchgehalten haben, weil sie zwar nicht viel Geld für Werbung ausgeben können und wollen, aber über das Knowhow verfügen die KundInnen zufrieden zu stellen.
Sie sind nicht die Verpflichtung eingegangen das Geld von Investoren zu vermehren. Stattdessen haben sie investiert in die Verschönerung ihrer Läden, haben die Produktpalette so weit es ging erweitert.

Inhabergeführte Läden werden in Münster langsam aber sicher zu einer Rarität. Das Stadtbild ähnelt immer mehr den Bildern aller Städte. 
Die Vielfalt von gut gehenden Läden, die sich und ihre Inhaber tragen und ernähren können, verschwindet langsam aber sicher auf den großen Straßen wie der Warendorfer von der Bildfläche.

„Geiz ist geil“ ist eine Devise die sich immer mehr verbreitet, und die KundInnen nach der billigeren Variante außerhalb ihres Viertels suchen lässt.

Große Konzerne geben Unmengen Geld für Werbung aus, setzen Hersteller unter Druck möglichst billig zu produzieren und gaukeln uns Verbrauchern vor, dass Lebensmittel billig sind, selbst die Bio-Szene ist vom Wachstumswahn ergriffen, der aber im Zweifelsfall immer den anderen betrifft.

Wie viel Konsum ist nötig, damit alle Ketten ihre Gier befriedigen können?
Brauchen wir Verbraucher als Menschen nicht andere Dinge, wenn der Konsum ausgereizt ist?
Können wir mehr als uns gut ernähren?

 „Wir sind alle in der in der Hand von Kaufleuten“, sagte Hans Dieter Hüsch schon in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Wir können heute nur noch wählen, in die Hand welcher Kaufleute wir uns begeben, ob wir Existenzen sichern von Ladnern und deren Familien, von Menschen, die unsere Nachbarn und Freunde sind, oder ob wir die Gier von Großinvestoren stillen wollen.


Gudrun Tönnes
Elsterweg 1
48167 Münster

Artikel unten: Noch einer, der profitiert, und über die Arbeitsplätze in Deutschland hinaus auch viele in der Türkei und einige in Fernost schafft: